Rezensionen


Hier finden Sie Auszüge aus Besprechungen von Werkaufführungen von Gerd Kühr.

Ein Genuss: Nikolaus von Bülow spielt Cello (Auszug)
Schwarzwälder Bote, Angela Baum, 17.1.2017
Konzert des Stuttgarter Kammerorchesters - u.a. Gerd Kührs Con Sordino
... 

Zu Beginn interpretierte das Stuttgarter Kammerorchester bravourös Gerd Kührs Meisterstück "Con Sordino", welches die gewohnten Hörgewohnheiten des Publikums auf die Probe stellt. Kührs Vokabular basiert auf Unübersetzbarem und Akkorden, die innermusikalischen Gesetzen gehorchen.

Weblink 

ORF Steiermark, 3. Dezember 2014 - Auszug
"Russischer Abend mit Julian Rachlin"
Begonnen wurde das Orchesterkonzert der Grazer Philharmoniker mit einer Grazer Erstaufführung: „Linie Punkt Fläche Raum“ - der Titel des 2007 fertig gestellten Werkes von Gerd Kühr deutet auf Inspiration aus der Bildenden Kunst.
Malerisches Musikstück
Tempo, Töne und Thema des knapp 20-minütigen Stücks sollen an Arbeitsprozesse von Malern, Zeichnern oder Bildhauern erinnern, erklärt der in Graz lebende Komponist und Dirigent Gerd Kühr: „Das, was mit Holz immer wieder passiert oder Kratzgeräusche auf einer Leinwand, auf einem Papier und das dann eben musikalisch ausformuliert.“

Kleine Zeitung, 2. Dezember 2014 (Ernst Naredi-Rainer) - Auszug 
"Stargeiger Julian Rachlin feierte sein 20-Jahre-Jubiläum in Graz"
Am Montag (und Dienstag) stand der aus Karlsruhe stammende Künstler erstmals am Pult der Grazer Philharmoniker, die er im Stephaniensaal mit klarer Zeichengebung sehr umsichtig durch Gerd Kührs „Linie Punkt Fläche Raum“ lotste. Ein 2008 in Wien vom ORF-Radio-Symphonieorchester unter Bertrand de Billy uraufgeführtes Auftragswerk, das in der Umsetzung von Aspekten der bildenden Kunst auf die Musik meisterhaft vorführt, wie eine sehr große Orchesterbesetzung nicht klanglicher Wucht, sondern subtil schattierter Farbenvielfalt dient.


Kleine Zeitung, 7. Oktober 2014 (Ernst Naredi-Rainer) - Auszug 

"Posaune im Mittelpunkt. Gerd Kühr eröffnete die 13. recreation-Saison"
"Umsichtig lotste der dirigierende Komponist Gerd Kühr die Musiker durch die 1999 in Zürich uraufgeführte Partitur... In der eingangs gespielten "Rosamunde"-Ouvertüre verwendet Schubert nämlich gleich drei Posaunen und Dirigent Gerd Kühr akzentuierte sehr deutlich den Kontrast zwischen den wuchtigen Blechakkorden und den tänzerischen Melodien der Streicher."


Über die Anfang 2014 erschienene LP "Revue instrumentale et électronique" schrieb die Kronen Zeitung am 4. Mai 2014:
"Für die Vinyl-Freunde bietet sich die Wiederentdeckung der "Revue instrumentale et électronique" von Gerd Kühr an. Das Grazer Kleinlabel God Records hat das Stück in der Uraufführung durchs Klangforum Wien auf Schallplatte wieder vorgelegt: Die Kairos-CD von der Aufführung klingt brillianter, intensivbohrender, das Vinyl ist vergleichsweise dezenter. Das Werk selbst ist ein virtuoses Ausloten und Springen zwischen Ausdrucksformen."

und Brian Olewnick auf Just Outside

"(…) there's an underlying sense of cohesion, an organic quality that makes the progressions as believable as they are unexpected, never feeling random, despite the wide variation in colors, rhythms and periods of stasis. (…) A very strong, exciting piece, well worth hearing for anyone with interests in this direction."

 

Kleine Zeitung, 29. Juni 2013 (Ernst Naredi-Rainer) - Auszug
"Tapfer dem Absagereigen standgehalten - Henze-Hommage trotzt dem Ausfall von 3 Damen"
"… Ihr gemeinsames Interesse an der Verbindung von Sprache und Musik beherrschte diesen Abend, den Gerd Kühr am Pult des eignes zusammengestellten, klangsensibel musizierenden "ensemble 19" umsichtig dirigierte. …"


Kronen Zeitung, 19. Juni 2013 (Martin Gasser) - Auszug
"Elegie für unglücklich Liebende - Graz: Eine "styriarte"-Hommage an Henze und Bachmann
"…Dirigent Gerd Kühr führte Schoenberg Chor und Mitglieder des Orchesters "recreation" zu farbigem Schillern, durchsichtiger Lyrik und sensibler Klangschönheit. …"


Süddeutsche Zeitung, 24. Juni 2013 (Barbara Doll) - Auszug
"Zweifelnd - Gerd Kühr schreibt eine Messe für "Paradisi Gloria"
"Es ist eindrucksvoll, wie Kühr seine Skepsis musikalisch artikuliert, und Ulf Schirmer zeichnet sie mit dem BR-Chor und den Solisten (Masako Goda, Sopran; Karin Lovelius, Mezzosopran; Robert Breault, Tenor; Ralf Lukas, Bassbariton) plastisch nach. …"


Münchner Merkur, 24. Juni 2013 (Gabriele Luster)
  -Auszug
"Gewagt - gewonnen - Trotz erdrückender Vorbilder hat Gerd Kühr eine Messe komponiert, die jetzt in der Münchner Herz-Jesu-Kirche uraufgeführt wurde"
"Wer traut sich, heute noch eine Messe zu schreiben?" … "Doch dem uralten Regelwerk zum Trotz, findet Kühr einen eigenen, die Hörer spontan bannenden Ton."


Tiroler Tageszeitung, Dienstag 23. April 2013, (Ursula Strohal
)
- Auszug
"Überlebensgroßes Sehnen am Maschendraht", über "Stallerhof" am Tiroler Landestheater
...Gerd Kührs eindringliche Kammeroper "Stallerhof wurde nach der Premiere in den Kammerspielen stürmisch gefeiert… Gerd Kühr hat Franz Xaver Kroetz´ Drama 1988 mit dem ihm eigenen kompositorischen Feinsinn beantwortet...


Kronenzeitung, Dienstag 23. April 2013, (Moni Brüggeller
)
- Auszug
"Gefangen in den Konventionen", über "Stallerhof" am Tiroler Landestheater
...Die Oper "Stallerhof von Gerd Kühr wird vom Publikum begeistert aufgenommen… Die Musik von Gerd Kühr macht auf einer anderen Ebene erfahrbar, wozu die Worte längst nicht mehr ausreichen...

"Wagner verliebt" Konzert Stefaniensaal Graz, Orchester recreation, Februar 2013


Zwei breit zelebrierte Liebesgaben/Den Jahresregenten Richard Wagner feierte das recreation-Orchester:

Zum Konzert "Wagner verliebt" (Februar 2013, Stefaniensaal Graz) schrieb Ernst Narrdi-Rainer (Kleine Zeitung) folgende Zeilen (Auszug), er ging in seiner Rezension auf das Programm im Detail ein und berichtete von Iris Vermillions dunkel timbrierten Mezzosopran "mit satter Tiefe, leuchtender Höhe".

 

"Ruhig bewegt", wünscht sich Richard Wagner den Beginn seines "Siegfried Idylls", mit dem er seiner Gattin Cosima zum 33. Geburtstag gratulierte. Gerd Kühr orientierte sich am Pult des recreation-Orchester am ersten Teil dieser Spielanweisung und zelebrierte im Stephaniensaal das kammermusikalische Liebesbild voller Wärme in großer Breite.

 

Martin Gasser schrieb ebenso zu diesem Konzert "Wagner verliebt" unter dem Titel

"Maximalsten im Mini-Format"/Orchester "recreation" klein besetzt im Stefaniensaal Graz

Martin Gasser schildert seine Eindrück zum Konzertprogramm im Detail und über Gerd Kühr sind folgende Zeilen zu lesen (Auszug)

"Behutsam, mit Fingerspitzengefühl leitete Gerd Kühr die zum Kammerorchester geschrumpften "Recreationisten" durch Wagner Siegfried-Idyll."

Die Presse, Sonntag 13. Jänner 2013, (Walter Dobner) - Auszug
"Die Symphoniker und ihr Chefdirigent: Burlesken, Novitäten", über "Jetzt wohin?" im Wiener Musikverein
...Kührs Musiksprache verwendet Chiffren, orientiert sich an seriellen Techniken, nutzt verschiedenste, bis zur polyrhythmischen Deklamation reichende Möglichkeiten der menschlichen Stimme … Ein nachdenkliches rhythmisch profiliertes Werk voll unterschiedlich dichter expressiver Linien…


Kronen Zeitung, 13. Jänner 2013 (FK) - Auszug
"Fragen über Existenz"
...Eine "Spurensuche für Sprecher, Chor und Orchester" nennt Gerd Kühr sein neues Werk "Jetzt wohin?", das im Auftrag der Gesellschaft der Musikfreunde entstanden ist und von den Wiener Symphonikern unter Fabio Luisi, dem Singverein und Burgstar Ignaz Kirchner aus der Taufe gehoben wurde. Beeindruckend!...


Kurier, Freitag 11. Jänner 2013, (Marion Eigl) - Auszug
"Ein effektvoller Dialog zwischen Wort und Ton", über "Jetzt wohin?" im Wiener Musikverein
…Ein 25-minütiger Dialog, gleichsam ein Kammerspiel zwischen Burgschauspieler Ignaz Kirchner und dem Wiener Singverein. Dazu fein gearbeitete, teils effektvolle, aber nie plakative Musik…

Der Standard, Freitag 11. Jänner 2013 (Ljubisa Tosic) - Auszug
Symphoniker-Uraufführung von Gerd Kührs "Jetzt wohin?"
...Kühr hat die Möglichkeiten der Stimme facettenreich umgesetzt; Da sind kantable Chorpassagen, Chor-Sprecher-Dialoge, interessante Verzahnungen von Orchester und Vokalmasse. Die Symphoniker sind tendenziell im ruhigen Bereich angesiedelt; sie brechen aber mit markanten Statements in Pizzicato-und Glissando-Bereiche auf und betten den Chor bisweilen in einen aus hoch agierenden Geigen und Kontrabässen bestehenden Raum ein...


Wiener Zeitung, Freitag 11. Jänner 2013 (Lena Drazic) - Auszug
Wortreicher Zweifel
...Nur wenige Werke für den Konzertsaal sind in so emphatischer Weise von der Sprache her gedacht, dass beinahe von einem musikalischen Traktat die Rede sein könnte... Statt Chor und Sprecher als gegensätzliche Pole gegenüberzustellen, lässt Kühr gesprochene und gesungene Textfragmente in ein vielschichtiges Wechselspiel treten...


European Cultural News, 20. November 2012 (Elisabeth Ritonja) – Auszug
Ein Konzert zum Nachdenken
...Am 13.11. lud Wien Modern in den Brahmssaal des Musikvereins zu einem Konzert mit gemischter Kost. Zwar war gleich zu Beginn „Streifton für Ensemble“ von Gerd Kühr aus dem Jahr 1993 zu hören, ein Stück das neben den „récréations francaises für Sextett“ von Gérard Pesson an diesem Abend die zeitgenössische Musikproduktion repräsentierte. Doch den beiden Kompositionen standen wahrliche Schwergewichte der Musik des 20. Jahrhunderts gegenüber. In beiden Fällen mussten die Ohren zeitweise gut gespitzt werden, um so manche zarte musikalische Andeutung zu erhaschen. Bei Kührs Werk blieb eine Klarheit und Hörbarkeit der einzelnen Instrumente ein bestimmendes Element und der Reichtum der Ideen, begonnen von Windgeräuschen bis hin zu kurzem Aufstampfen der MusikerInnen verblüffte bis in den letzten Teil, in dem die Holzbläser, aufbauend auf kleinen Tonsequenzen, eine ganz bestimmte Klangfarbe erzeugten. ...
Den gesamten Artikel können Sie hier nachlesen.

 

Kronen Zeitung/Kultur, 17. Juli 2012
"Im Gänsemarsch", über "Agleia Federweiß" beim Brücken-Festival 2012 in Mürzzuschlag


süddeutsche.de , März 2012, (Klaus P. Richter) -Auszug
Beethoven im Studio 1 des BR - Dankgesang
...Der österreichische Komponist Gerd Kühr wollte diesem Streichquartett, inspiriert von Ulf Schirmer, noch mehr entlocken, etwas von dem, das Ernst Bloch in seiner Musikphilosophie als 'utopisches Potenzial' aller Musik zuerkennt.
Deshalb transkribierte Kühr es für großes Streicherensemble - ohne eine Note zu ändern. Sein Konzept: eine architektonische Struktur der Klangdynamik in drei Ebenen von Tutti mit Kontrabass als fünfter Stimme, einem halbem Orchester und kleinem Quartett. Das Ergebnis: ein symphonisches Erlebnis, das diese Fassung als eigene Werkgestalt legitimiert. Schirmer und die vitale Streicherfraktion des Rundfunkorchesters realisierten sie mit süffigem Brio und eindringlichem Pathos.

KTZ, 24. Jänner 2012 (Klaus Oberrauner)
Eine Botschaft gegen die Armut der Fantasie (pdf zum Download)

Kleine Zeitung, 21. Jänner 2012 (Marianne Fischer)
Wenn der Tag den Ton bestimmt Teil 1 und Teil 2 (pdf zum Download)

MUSIC AUSTRIA, 21. November 2011 (Heinz Rögl) - Auszug
Gerd Kühr dirigierte „die reihe“: Britische Bearbeitungen historischer Werke, Cerhas „Quellen“ und eine eigene Uraufführung ("Música Pura")
... Die Idee, eine „reine Musik“ zu schreiben, kam Kühr paradoxerweise bei der "Revue instrumentale et électronique", seiner Raumklangkomposition für das Grazer Musikprotokoll 2005. Gerd Kühr, dazu befragt: „Weil ich damals bei meiner ‚Revue’, die auch mit elektronischen Einspielungen sehr groß aufgezogen war, einen kurzen Satz hineingesetzt habe, wo nur ein Trio ohne jegliche Zuspielung gespielt hat – damals hatte ich schon die Idee, etwas vom ganzen Drumherum loszulösen und eine Art ‚Musica pura’ zu schreiben. Daraus sind jetzt fünf Sätze entstanden, die auch in dieser Reihenfolge zu spielen sind. Zusammen mit meiner Komposition werden ein Guillaume de Machaut-Hoquetus (Harrison Birtwistle) und Motetten-Bearbeitungen alter englischer Komponisten von Peter Maxwell Davies aufgeführt. Nun ist es möglich, meine ‚Musica pura’ satzweise mit den Vertonungen von Maxwell Davies zu mischen, das ergibt auch Sinn und funktioniert ziemlich gut, was die Zusammenhänge und harmonischen Übergänge betrifft.

DER STANDARD, 24. November 2011 (Daniel Ender) - Auszug
Hochexpressive Miniaturen - Cerha, Kühr und Mitterer bei Wien Modern
...Heute noch hochkonzentrierte "reine" Musik schreiben - auch das geht, wie Gerd Kühr im Schömer-Haus Klosterneuburg mit der Uraufführung seiner Música Pura bewies: Die fünf kurzen Sätze, bei denen der Komponist das Ensemble "die reihe" dirigierte, sind äußerst sparsam, aber dabei keineswegs fragmentarisch, gehen meist von punktuellen Ereignissen aus, finden jedoch immer zu sinnfälligen Zusammenhängen.

NÖN, 21. März 2011 (Michaela Fleck) - Auszug
Frisch gekelterte Texte und Töne
LOISIARTE / Zum sechsten Mal schon lädt Christian Altenburger ins Langenloiser Loisium – zu neuer Musik, alten Texten & feinen Gästen.
...Davor und danach steht aber ganz Anderes am Festivalprogramm, nämlich: schöne Worte und frische Töne. Die kommen heuer vom „Composer in Residence“, dem Kärntner Gerd Kühr, vom Amerikaner Jon Deak, oder vom jungen Villacher Christof Ressi, außerdem von Franz Schubert, George Gershwin, Jean Sibelius und Edvard Grieg.
Dazu hat Festivalleiter Christian Altenburger Burgschauspieler und Starautoren eingeladen. Zum Beispiel Michael Köhlmeier, der aus seinen jüngsten Texten liest. Oder Wolfram Berger, Maria Happel und Joachim Bißmeier, die Mark Twain, Isabel Allende und Halldór Laxness mit nach Langenlois bringen.

Zeit-Ton vom 15. März 2011 - Link Website Ö1
Über die Sendung "Zeit-Ton" - Der Kompositionswettbewerb ZEITklang.
Gestaltung: Ursula Strubinsky
...Im Rahmen des Kompositionswettbewerbs ZEITklang waren junge europäische Komponistinnen und Komponisten eingeladen, neue Werke für Streichquartette zu schreiben. Eine namhafte Jury unter dem Vorsitz von Gerd Kühr wählte die herausragendsten Werke aus. Am 12. März wurden diese im Schömer-Haus in Klosterneuburg vom "Kairos Quartett" uraufgeführt. Zu hören waren neue Streichquartette von Juan Cruz-Guevara, Ansgar Beste, Nicolas Tzortzis, Martin Iddon und Roberto David Rusconi.